FREITAG, 13. MAI 2011
Kralle am Schuh und Schnur am Abzug
Mit viel Humor erzählte der contergangeschädigte Leistungssportler aus seinem Leben. Das Publikum hörte gespannt zu.
VON JENS MILDE NORDENHAM –Not macht erfinderisch. Und wer – wie Josef Giesen – keine Arme hat, weil er contergangeschädigt ist, kommt gelegentlich auch auf scheinbar abstruse Ideen. So überlegte sich der Herzlaker eines Tages, wie er trotz seines Handicaps an einer Boßeltour teilnehmen kann – und entwickelte einen Schuh mit einem angeschweißten Wurfkorb. Mit diesem Hilfsmittel befördert er die Kugel so weit, dass gestandene Friesensportler vor Neid erblassen. „Alles, was ich selbst machen kann, mache ich auch selbst“, erzählte der 49-Jährige rund 50 Besuchern am Donnerstag im Mehrgenerationenhaus. Dorthin hatte ihn die Caritas für einen Vortrag eingeladen...





















